Erinnerungen

14.08.1993 - 14.05.2003

2 Jahre alt
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von unserem Leben,
drum wird dieses eine Blatt allein,
uns immer, immer fehlen.

Rocky 10 Wochen

Das Größte überhaupt-----Schnee--Schnee--Schnee!!!!
5 Jahre alt - Urlaub in Egmond aan Zee/NL

9 Jahre alt
Rocky war unser erster Goldi und ein charakterstarker, freundlicher, intelligenter Hund. Er war sehr lernfreudig und vertrug sich mit jedem Tier. Selbst mit Rüden gab es keine Probleme. Am meisten liebte er aber Igel. Da schon viele von mir über den Winter versorgt wurden, hat sich meine Igelleidenschaft wohl auch auf ihn übertragen.
Im Herbst kamen wir an keinem Igel vorbei, ohne dass er ihn mir zeigte. Er gab erst Ruhe, wenn wir den Igel entweder mitnahmen, weil dieser viel zu klein war oder ich Rocky erkärte, dass er keine Hilfe brauchte und den Stachelkerl in der Natur ließen.

Dieser kleine Kerl wog nur 160 g und lag fast verhungert in einer Grube. Er war nur so groß wie ein Tennisball und Rocky´s auserkorener Liebling.

Als wir ihn im Mai wieder in die Natur brachten, wog
er 820 g.
*
Einmal fanden wir bei einem Spaziergang in der Heide eine ausgesetzte Landschildkröte. Rocky ließ uns keine Ruhe, bis wir auch diesen Gast zu uns nach Hause einluden. Sie bekam ein schönes zu Hause im Auslauf unseres früheren Hühnerstalles. Immer wenn Rocky in den Garten ging, lief er zuerst zu Schildi und sah nach, ob mit ihr auch alles in Ordnung war. Lag sie auf dem Rücken und strampelte um wieder hoch zu kommen, wartete er ca. 10 Minuten, klappte es dann nicht, kam er laut bellend zu mir. Er gab erst Ruhe, wenn ich nachschaute und Schildi wieder auf die Beine stellte, bis zum nächsten Mal. Da er nie, wirklich nie bellte, war das schon sehr erstaunlich.
Wir haben ihn beobachtet, er machte es nur, wenn Schildi ungünstig lag und nicht wieder allein hoch kam. Sein Beschützerinstinkt wurde von Tag zu Tag immer schlimmer und er wollte kaum noch mit spazieren gehen und wenn er mit ging, kam er nicht schnell genug wieder zurück. Er saß den ganzen Tag vor dem Stall oder rannte drum herum, immer in Beobachtung der Situation. Selbst sein Futter war ihm egal, wo er doch sonst immer Hunger hatte, eben nach Retriever-Art. Mußte er mal drinnen bleiben, hielt er uns in Trab mit hecheln und fiepen, bis wir ihn raus ließen. Er kam nicht mehr zur Ruhe, vor lauter Angst, der Schildkröte könnte was passieren, wenn er nicht da wäre.
Durfte Schildi im Garten spazieren gehen, nahm Rocky sie ganz vorsichtig ins Maul und trug sie zu uns. Er ließ sie einfach keine Minute aus den Augen. Das war mir für sie nun doch zu gefährlich. Ich hatte Angst, er würde ihr weh tun oder sie fallen lassen, obwohl er so vorsichtig war. War es Liebe oder Bewachungsinstinkt, egal, so langsam war das nicht mehr schön. Diesen Zustand hielten wir zwei Wochen aus, dann suchten wir eine sehr schöne Pflegestelle bei fachkundigen Schildkrötenliebhabern für Schildi. Rocky suchte sie noch einige Zeit, dann hatte er begriffen, dass sie nicht mehr da war. Schade, Schildkröten liebe ich sehr und ich hätte sie gerne behalten. Früher hatte ich über viele Jahre mal fünf Stück.
*
Rocky´s beste Freundin, schon fast wie seine Schwester, war Blanca, die Golden-Hündin von unseren Nachbarn. Sie war 5 Monate jünger als er und die Beiden waren fast jeden Tag zusammen. Blanca war eigentlich schon wie unser eigener Hund, ging mit uns spazieren, war oft bei uns im Garten und gehörte eben einfach zu Rocky dazu.

Rocky und Blanca
Als sie leider viel zu früh über die Regenbogenbrücke ging, waren wir alle sehr traurig und er schien sie ganz schlimm zu vermissen. Er hat zu keiner anderen Hündin je wieder so eine Vertrautheit aufgebaut, wie zu Blanca.
*
Als Nina zu uns kam, gehörte sie zwar sofort dazu, sein Verhältnis zu Nina, war aber anders als zu Blanca. Rocky mochte sie auch, sie wurde von ihm geduldet, sie gehörte einfach dazu.
Rocky war bei Nina, der ganz große Kavalier und die kleine Spanien-Maus nutzte das schamlos aus. Alles, was mal ihm gehörte, gehörte nun selbstverständlich ihr. Sie legte sich überall auf seine Plätze und machte sich breit. Beim Autofahren lag sie immer in der Mitte und der arme Kerl quetschte sich an die Seite. Alles nahm sie ihm weg und er ließ sich das auch gefallen, so brav wie er war. Sie drängte sich überall vor und er ließ es zu. Sie versteckte z. B. im Garten blitzschnell ihr getrocknetes Schweineöhrchen und klaute seins, wenn er mal kurz eine Trinkpause einlegte. Kam er zurück, war es weg und Nina lag dann da, wie " ich weis gar nicht, was du willst, hast du sicher schon aufgefressen".
Sie hatte sich im Garten eine richtige Futterhöhle angelegt, wo alle geklauten Sachen lagen. Bis ich sie fand, dann war´s mit dem Klauen vorbei. Wir fanden das spaßig, vielleicht war das ja in Spanien ihre Überlebenstechnik gewesen.
Die Beiden haben sich richtig gut verstanden und trotzdem war Rocky nicht traurig, wenn sie zur Tante zurück ging, dann hatte er uns wieder eine Weile für sich allein.

Im Sommer sein liebster Platz, natürlich nur mit dem heißgeliebten roten Ball. Rocky 9 Jahre alt.
*
Wir waren sehr traurig, als sich bei unserem Schatz schon mit 2 1/4 Jahren eine schwere Herzerkrankung herausstellte. Damals gaben uns die Ärzte für ihn nur noch eine Lebenserwartung von ca. 14 Tagen. Aber wir haben den Kampf gewonnen! Er mußte fortan mit starken Tabletten leben und hatte oft Wasser in der Lunge. Trotzdem war er verspielt und sehr lebenslustig und man merkte ihm seine Erkrankung kaum an. In unseren Urlauben Walsertal" wanderte er mit uns jedes Jahr bis zum Gipfelkreuz hoch. Die Luft in den Bergen tat ihm sichtlich gut und wenn wir abends müde waren, wollte er immer noch toben. Auch im Urlaub an der See merkte man ihm nichts an. Wenn wir ihn gelassen hätten, wäre er stundenlang hinter seinem Bällchen hergelaufen, ohne müde zu werden.
Dann bekam er mit 8 Jahre noch eine schwere Arthrose in beiden Vorderpfoten, die wir aber auch noch überwiegend gut in den Griff bekamen. Als wäre das alles nicht schon genug, kam zum Schluß noch eine Borreliose dazu. Trotz all dieser schweren Erkrankungen ist unser Jungelchen noch 10 Jahre alt geworden.

Spruch: Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
- sibirisches Sprichwort -
UNVERGESSEN
Am 08.08.2010 verstarb Rockys, Leons und Ninas bester Freund Sunny. Sunny vergaß seinen allerbesten Freund Rocky allerdings nie und hat ihn bis zum Schluß immer gesucht, wenn wir zu Besuch kamen. Leon wurde nur geduldet, aber nie besonders von ihm beachtet, er schaute einfach durch ihn durch. Mit Nina ging er gemeinsam auf Mäusejagd.
Sommer 2009

Sommer 2009
Sunny mit 13 Jahren, sein letztes Bild im Juni 2010, da war er schon sehr krank, aber baden und nach Mäuschen graben ging immer noch.
Rocky und seine schon so früh verstorbene Freundin Blanca haben ihn im Regenbogenland erwartet und sie toben nun gemeinsam über die Blumenwiese und gehen ihrer liebsten Beschäftigung nach, im Bach zu plantschen. Hier haben sie alle keine Schmerzen mehr.